Nebst dem originalen Erd- und Himmelsglobus im Landesmuseum Zürich und der im Rahmen der Beilegung des Kulturgüterstreits erstellten Replik in der Stiftsbibliothek St. Gallen soll es in Zukunft auch eine virtuelle Replik geben, die auf einer Webseite dem interessierten Publikum zur Verfügung steht.
Im Rahmen eines Praxisprojekts des Studiengangs MAS Human Computer Interaction Design an der Hochschule für Technik Rapperswil wird im Auftrag der beteiligten Institutionen Landesmuseum, Stiftsbibliothek und Zentralbibliothek Zürich untersucht, wer wichtige Benutzergruppen für einen virtuellen Globus sind und welche Teile der Fülle an gesammeltem Wissen über den Globus die Benutzer am meisten interessieren.
Dazu möchten wir Ihnen, nach der folgenden kurzen Einführung, einige Fragen stellen. Die Beantwortung wird ca. 15 Minuten dauern. (Keine Zeit für Erklärungen? Hier geht’s direkt zu den Fragen.)
Zur Übersicht über die folgenden Fragen sehen Sie sich bitte dieses Diagramm (PDF) an. Darauf ist folgendes zu sehen:
Im Zentrum steht der St. Galler Globus. Es handelt sich hier um eine Abbildung der Replik.
In den grauen abgerundeten Kästchen sind die Bestandteile des Globus erläutert: Auf der Kugeloberfläche sind übereinandergelegt eine Sternkarte und eine Erdkarte abgebildet. Auf der Erdkarte ist beispielsweise ein erfundener Südkontinent sichtbar, der nicht Australien oder der Antarktis entspricht, welche zu der Zeit noch nicht entdeckt waren, sondern dessen Existenz aus theoretischen Überlegungen angenommen wurde: Als Gegengewicht zu den bekannten Landmassen auf der Nordhalbkugel müsste es auch im Süden Land geben, da die Erde sonst umkippen würde. Auf den Ozeanen sind diverse Fabelwesen und Schiffe dargestellt, unter anderem eine Seeschlacht, welche anhand von Details identifiziert werden konnte als jene, die 1571 bei Lepanto stattfand, womit eingegrenzt ist, dass der Globus nach diesem Datum fertiggestellt worden ist. Als der Globus in den Besitz des St. Galler Klosters gelangte, wurde auf einer der Streben als Zeichen des Besitzanspruches das Wappen des St. Galler Abtes aufgemalt, ausserdem Porträts einiger lokaler Gelehrten, die damit in eine Reihe mit den abgebildeten berühmten antiken Wissenschaftlern gestellt wurden. Dekorative Malerei auf der gesamten Oberfläche macht den Globus zu einem Prunkstück. Durch eine Neigemechanik kann die Rotationsachse des Globus parallel zur tatsächlichen Erdachse gestellt werden, was für die Benutzung als geographisches und astronomisches Hilfsinstrument wichtig ist. Auf den Streben des Globuskorbs sind bedeutende griechische und arabische Mathematiker, Geographen und Astronomen wie Archimedes, Euklid, Ptolemäus, Albumasar oder Al Sufi von Bagdad dargestellt, zusammen mit Abbildungen von geometrischen und astronomischen Instrumenten. Der Horizontring schliesst den Globuskorb ab und wird verwendet für die Bestimmung der Auf- und Untergänge von Sonne und Sternen sowie der Himmelsrichtungen, welche durch die Namen und Personifizierungen verschiedener Winde dargestellt sind. Ausserdem enthält er einen Kalender zur Positionsbestimmung der Sonne auf dem Sternenhimmel und mit der Angabe eines Heiligen für jeden Tag. Der Meridianring trägt den Globus und wird durch die Neigemechanik gedreht. Er zeigt eine Breitengradskala sowie Angaben zu Klimazonen und eine Skala zur Bestimmung der Sonnenscheindauer. Am Nordpol ist eine 24-Stunden-Skala mit einem mit dem Globus verbundenen Zeiger angebracht, mit welchem der tageszeitliche Verlauf der Erdrotation abgelesen werden kann.
Rundherum sind verschiedene mögliche Inhalte für den virtuellen St. Galler Globus und ihre Verknüpfungen dargestellt. Um diese drehen sich die folgenden Fragen: wir möchten wissen, an welchen davon Sie am meisten interessiert sind. Genauere Erklärungen finden Sie direkt bei den jeweiligen Fragen.
Hier geht’s weiter zu den Fragen (Link öffnet sich in neuem Fenster, damit Sie die obigen Erläuterungen weiterhin beiziehen können).